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Neubau eines Mehrfamilienhauses
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Baubranche gewinnen ökonomische Aspekte in der Planung und insbesondere in der Raumaufteilung zunehmend an Bedeutung. Im Mehrfamilienhausbau zeigt sich dies häufig im Verzicht auf kostenintensive Elemente wie Kellerflächen und Tiefgaragen, um Investitionsprojekte langfristig rentabel zu gestalten.
Für Architekturschaffende entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen wirtschaftlich effizientem Bauen und dem Anspruch, qualitätsvolle und ansprechende Architektur zu realisieren.
Im vorliegenden Entwurf eines Mehrfamilienhauses, dessen Realisierung in Kürze bevorsteht, wurde diese Restriktion bewusst als gestalterische Chance genutzt: Das Gebäude springt im Erdgeschoss zurück und schafft so Raum für ebenerdige PKW-Stellplätze. Nutzungs- und Lärmkollisionen werden dadurch reduziert, dass notwendige Lager- und Technikräume im Erdgeschoss hinter den Stellplätzen angeordnet sind. Auf diese Weise werden dienende Funktionen von den Wohnbereichen getrennt und schirmen diese effektiv ab.
Die Wohnungen selbst befinden sich in den Obergeschossen, sowie gartenseitig. Dort können sie sich ungestört entfalten und bieten großzügige Freisitze mit hoher Aufenthaltsqualität.
Auch die Materialität der Fassade folgt einem differenzierten, wirtschaftlich wie gestalterisch sinnvollen Konzept: Besonders exponierte Bereiche erhalten eine robuste Klinkerschale, während zurückliegende, witterungsgeschützte Fassadenflächen als Putzfassade ausgeführt werden können. So wird eine langlebige Gebäudehülle gewährleistet, ohne die Kosten unnötig zu erhöhen.
NIE
Fertigstellung
Standort
Bauherr
Planung
Status
abgeschlossen
Niederzier
privat
LPH 01-04
LPH 04
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